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Ornithologische Arbeitsgemeinschaft in Bonn und Rhein-Sieg-Kreis

Stieglitz

Vogelbestimmung

Die Artbestimmung ist bei Vögeln zuweilen eine herausfordernde Angelegenheit. Die Grundzüge der optischen und akustischen Vogelbestimmung sind jedoch relativ leicht zu lernen, nach oben sind der Expertise kaum Grenzen gesetzt... - niemand kann jede Beobachtung zweifelsfrei zuordnen. Diese Seite soll dir einen Überblick geben, wie man Vogelbestimmung am schnellsten lernt und selbst ein "Orni" wird...

Bestimmungshilfen

Das Standardwerk für die Bestimmung der Vögel in der Westpaläarktis (diese biogeographische Region umfasst Europa, Nordafrika und Vorderasien) ist der Kosmos Vogelführer (30 €). Der Feldführer enthält Zeichnungen, Beschreibungen und Verbreitungskarten von 900 hier vorkommenden Vogelarten. Vorteil dieses Bestimmungsbuchs ist, dass es auch alle Destinationen von Kurz- und Mittelstrecken-Urlauben abdeckt und so vielerorts eingesetzt werden kann. Diesen Vogelführer gibt es auch als App (18 €) - bisher allerdings nur für Apple-Betriebssysteme.
Den NABU-Vogelführer gibt es sowohl als reine Online-Version, als auch als kostenlose App für Android, Apple und Windows. Er enthält Zeichnungen der 225 in Deutschland häufigsten Vogelarten sowie einen Bestimmungsschlüssel, mit dem man beobachtete Merkmale wie Lebensraum, Größe, Gefieder, Schnabel und Beinen einschränken kann, um eine gesichtete Art zu bestimmen. Darüber hinaus bietet der NABU ein Vogelstimmenquiz als Online-Version für Trockenübungen im WorldWideWeb.
Ebenfalls zu empfehlen ist der Vogelführer 2 PRO von Nature Mobile als App (10 €) für Android und Apple (kostenlose LITE-Version zum Testen verfügbar). Er enthält neben mehr als 2000 Fotos von 304 in Deutschland vorkommenden Vogelarten auch 550 Aufnahmen ihrer Stimmen (bei der App-Nutzung im Feld ist kein Internetzugang erforderlich). Zudem bietet die App ein Bilder- und ein Stimmen-Quiz, mit dem man Vogelbestimmung trainieren kann.
Auf den meisten Smartphones ist eine (Diktiergerät-)App vorinstalliert, mit der man Geräusche aufnehmen kann und die sich relativ gut auch zur Aufnahme von Vogelstimmen eignet, die man nachbestimmen will. Am Rechner kann man später bei Xeno-Canto recherchieren, einer Online-Plattform für Vogelstimmen aus aller Welt. Dort kann man rätselhafte Aufnahmen von der Community identifizieren lassen oder gute Aufnahmen in die Datenbank einspeisen. Mit der kostenlosen Android-App Stimmen der Vögel kann man auch direkt vom Smartphone auf diese Datenbank zugreifen - Internetzugang vorausgesetzt (wobei man sich einmal geladene Audio-Dateien auch offline verfügbar machen kann). 
Die Stimmen der Vögel Europas gibt es auch auf DVD (40 €). Sie bietet 1632 Aufnahmen von 487 Arten in Verbindung mit einem Lernprogramm. Eine solche Sammlung auf dem Mobiltelefon dabei zu haben, kann bei Bedarf sehr hilfreich sein. 
Für das Abspielen von Vogelstimmen im Feld sollten allerdings die restriktiven gesetzlichen Bestimmungen zum Einsatz von Klangattrappen und die diesbezüglichen Hinweise vom NABU beachtet werden.

Training

Für den ersten Überblick zum Artenspektrum in der Region oder einem bestimmen Lebensraum ist die Teilnahme an ornithologischen Führungen sehr hilfreich, bei denen man mit fachkundigen Feld-Ornithologen Beobachtungen bestimmt. Für die Großregion Bonn bieten NABU und Biostation ein umfangreiches Naturerlebnisprogramm mit vielen ornithologischen Fachveranstaltungen (Exkursionen, Vorträge usw.) an. Jedes Frühjahr gibt es darin zudem Vogelstimmenkurse (50 €) für Einsteiger, zur Auffrischung und für Fortgeschrittene, bei denen man an 5 Terminen mit Experten die verschiedenen Stimmen typischer Arten in verschiedenen Lebensräumen erkennen lernt. 
Darüber hinaus bietet auch der BBC selbst mehrmals im Jahr informelle und spontanere Exkursionen und stationäre Beobachtungs-Aktionen von Ornithologen für Ornithologen an. Infos erfolgen über die BBC-Mailingliste (zum Eintragen s. rechte Spalte).
Gute Anlässe, die eigene Artenkenntnis zu trainieren, sind zudem jährliche Beobachtungs-Events wie die Stunde der Gartenvögel oder die Stunde der Wintervögel vom NABU und der Euro-Birdwatch von BirdLife Europe (in Deutschland organisiert vom NABU). Eine mehr sportliche Herausforderung bietet zudem das Birdrace des DDA. 
Für Trockenübungen am Rechner ist das Vogelbilderquiz von Computerbirding zu empfehlen, das für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten die passenden Herausforderungen bereit hält. Für das akustische Training eignet sich das Vogelstimmenquiz der Schweizerischen Vogelwarte.

Beobachtungen melden

An dieser Stelle möchten wir alle Ornithologen aufrufen, sicher bestimmte Vogelbeobachtungen bei ornitho.de zu melden. Zur Nutzung dieses Meldeportals - das bisher hauptsächlich auf Zufallsbeobachtungen (also jenseits systematischer Erfassungsprogramme) ausgerichtet ist - muss man sich ein kostenloses Nutzerkonto zulegen. Dort kann man auch die gemeldeten Beobachtungen anderer einsehen. Das trainiert die eigene Bestimmungs-Fachkenntnis, motiviert zu regelmäßigen Beobachtungen und gibt einen guten Überblick über das jahreszeitlich variierende Artenspektrum in der Region. Zudem bietet das Portal eine umfangreiche Datengrundlage für Vogelforschung und Naturschutz. 
Damit man im Feld nicht wie früher mit Listen hantieren muss, wurde die App NaturaList entwickelt (bisher nur für Android), über die man (GPS-lokalisierte) Beobachtungen direkt für ornitho.de speichern kann.
Auch auf Reisen im Ausland kann man Beobachtungen melden. Auf dem BirdLife-Portal Worldbirds findet man einen weltweiten Überblick zu nationalen/regionalen Meldeportalen. Wer sich nicht in jedem Land für ein separates Meldeportal anmelden will, kann weltweite Datenbanken wie eBird nutzen, um seine Beobachtungen einzutragen und zu recherchieren, was einen am Urlaubsort erwartet. Für eBird gibt es auch eine App. Da in vielen anderen Ländern die Ornithologen-Dichte deutlich geringer ist als in Deutschland, sind solche Zufallsbeobachtungen von Touristen oft eine wichtige Datenquelle für die jahreszeitliche Verbreitung und die Bestandseinschätzungen von Vogelarten.

Artenlisten der eigenen Beobachtungen

Um den Überblick über die bisher selbst beobachteten Vogelarten zu behalten, dokumentieren auch viele Hobby-Ornithologen ihre (Erst-)Beobachtungen einer Art in einer Liste. Eine solche Überblicksfunktion leisten auch die vorgenannten Meldeportale. Darüber hinaus empfiehlt sich dafür MyAvibase, das mit einer globalen Datenbank aller Vogelarten und -unterarten verknüpft ist, Daten aus eBird importieren und länderspezifische Arten-Checklisten erstellen kann, in denen bereits beobachtete Arten markiert sind.
Twitcher sind ambitionierte Ornithologen, die solche Listen zielstrebig vervollständigen und daher viele Gelegenheiten nutzen, um eine "neue" Art zu beobachten. Der Club300 Deutschland ist eine Vereinigung u.a. mit dem Ziel, Informationen über das Auftreten seltener Vogelarten hierzulande zügig weiterzuleiten. Namensgebend war die frühere Vorgabe, mindestens 300 wild lebende Vogelarten im Heimatland beobachtet zu haben.

Termine 2018

BBC: Donnerstag, 22.02.
OAG: Montag, 26.03.
BBC: Donnerstag, 26.04.
OAG: Montatg, 28.05.
BBC: Donnerstag 28.06.
OAG: Donnerstag, 26.07.
BBC: Donnerstag, 30.08.
OAG: Donnerstag, 27.09.
BBC: Donnerstag, 25.10.
OAG: Donnerstag, 29.11.

Zur Erläuterung:

BBC (Bonner Bird Club - Orni-Stammtisch): 19:30 Uhr, im "Spleen", Sternenburgstrasse 12

OAG Treffen: 19.30 Uhr, Seminarraum im Clas-Naumann-Gebäude des Museum Koenigs, Adenauer Allee 160

 

 

Exkursionen & Erfassungen

Exkursionen und Erfassungen:
Für die Erfassung der Türkentauben in Bonn werden noch Freiwillige gesucht, die Stadtbezirke kartieren möchten. Bei Interesse bitte melden bei:

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